SoR SmC

SCHULE OHNE RASSISMUS/ SCHULE MIT COURAGE

Auf diesem Foto sehen Sie uns- die AG Schule ohne Rassismus/ Schule mit Courage

Wir bestehen aus Schülern der Klassenstufen  5 bis 13, sowie Herrn Aichroth und Herrn Just.

Im Folgenden wollen wir Ihnen einen Einblick in unsere Projekte, welche sich mit den Themen Toleranz, Flucht und Gleichberechtigung befassen, geben.

 

Flüchtling Tony erzählt von seinem Weg nach Deutschland

Im Oktober erhielten wir, die Mitglieder der Schule ohne Rassismus/Schule mit Courage – AG,  sowie einige SV-Mitglieder die Möglichkeit, sich mit dem Syrer Tony auszutauschen und bekamen dadurch einen umfangreichen Einblick in den Weg seiner Flucht.  Tony stammt aus der Nähe von Damaskus und kam vor etwa eineinhalb Jahren nach Deutschland.

Anhand von Bildern, die er auf der Flucht mit seinem Smartphone aufgenommen hatte, zeigte er, was es bedeutet, sein Heimatland verlassen zu müssen und sich auf die Reise nach Europa zu machen.  Für alle Beteiligten war das erste gemeinsame Gespräch mit Tony sehr interessant, aufschlussreich und emotional.

 

 

Kochen mit Flüchtlingen

Am 04.11.2015 fand das erste Kochen mit Flüchtlingen, organisiert von der SoR/SmC-AG und der SV, an unserer Schule statt. Das Kochen wurde zu einem vollen Erfolg! Insgesamt waren wir etwa 15 Schüler und 30 Flüchtlinge, die zusammenkamen. Nach einer kurzen Begrüßung ging es dann auch direkt los, wir schnippelten, kochten und backten zusammen und merkten sehr schnell, wie eine solche gemeinsame Arbeit verbindet: Trotz Sprachbarrieren, viele Flüchtlinge sprachen nur Arabisch, gelang es uns, miteinander zu kommunizieren und uns zu verständigen und die anfängliche Distanz verflog schnell. Mittlerweile haben wir weitere drei Mal gemeinsam mit unseren geflohenen Mitschülern gekocht, wobei uns auch der Schulelternbeirat tatkräftig unterstützte.

 

Unterrichtsmaterial

„Arif auf dem Weg nach Deutschland“

Im vergangenen Schuljahr haben wir uns dazu entschlossen, den Schülerinnen und Schülern des Sebastian-Münster-Gymnasiums das Thema Flucht durch ein Unterrichtsmodul näherzubringen, um Verständnis für die Situation der Flüchtlinge zu schaffen. Dabei war unser Ziel, dass die Schüler selbst in die Situation der Flüchtenden hineinversetzt werden, damit sie die Gründe für die Flucht nachvollziehen können und einen Eindruck von der Belastung bekommen die eine Flucht verursacht. Herausgekommen ist dabei ein Unterrichtsmodul, das für eine Doppelstunde angelegt ist und aus zwei Teilen besteht.

 

 

LGBTQ-Stellwand

Anfang Oktober 2015 bereiteten wir eine Stellwand über verschiedene Themen aus dem Bereich LGBTQ (Lesbian Gay Bisexual Transgender Queer) vor. Mit dieser Stellwand wollten wir auf die unterschiedlichen sexuellen Orientierungen und geschlechtlichen Identitäten neben der „normalen” Heterosexualität und die damit verbundenen „Phobien” mancher Menschen aufmerksam machen. Uns als AG ist nämlich wichtig, jeglicher Form von Mobbing und Diskriminierung vorzubeugen und die Schüler an unserer Schule aufzuklären.

 

Wer schweigt, stimmt zu!

Es war „nur“ ein kleiner Flyer, der eines Morgens auf dem Schulweg verteilt herumlag.

„Das Boot ist voll“, war die Parole „Ungarns Präsident hat Recht!! Er nimmt keine Flüchtlinge mehr auf. Auch wir sollten keine Flüchtlinge mehr aufnehmen“.

Man hätte es einfach so stehen lassen können, es war ja schließlich „nur“ ein Flyer.

Doch: Wer schweigt, stimmt zu!

Als Schule ohne Rassismus & Schule mit Courage ist es unsere Aufgabe, Farbe zu bekennen! Gesicht zu zeigen!

Aufzusehen! Nicht wegzusehen – und eben Nazis im Weg zu stehen! Deswegen gestalteten wir einen Gegenflyer, um zu zeigen, dass bei uns noch viel Platz für Toleranz und Nächstenliebe ist.

 

 

Ingelheimer Appell

Am 02. Dezember 2015 fand ein besonderes Ereignis in der sogenannten „Neuen Mitte“, dem Stadtzentrum von Ingelheim, statt. Der „Runde Tisch Asyl“ der Stadt Ingelheim sowie das Bündnis „InRage“ hatten zu einer Kundgebung eingeladen, die ein klares Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus setzen und zugleich die Weltoffenheit unserer Stadt feiern sollte – der Ingelheimer Appell. Der Ingelheimer Appell war jedoch nicht nur als eine „einfache“ Veranstaltung konzipiert, dahinter steht eine ganze Aktion: „Ingelheim zeigt Gesicht“. Das Ziel ist es, zu zeigen, dass Intoleranz und Fremdenhass in unserer Stadt keinen Platz haben.

Um genau dies zu verdeutlichen und auch für unsere Schule ein Zeichen zu setzen, hat die Schule ohne Rassismus/Schule mit Courage – AG direkt beschlossen, am Ingelheimer Appell teilzunehmen. Gerade bei dieser Aktion war es wichtig, dass so viele Menschen wie möglich zusammenkommen und „Gesicht zeigen“, also fand sich am Mittwochabend ein Großteil der AG und Teile der Schülervertretung in der Neuen Mitte ein. Dabei hielt unsere Mitschülerin Bernadette Lumbela eine beeindruckende Rede, wie auch Bürgermeister Ralf Claus fand.

 

 

Informationsstand auf dem Ingelheimer Wochenmarkt

Am 21. Mai war die AG zusammen mit dem Bündnis InRage auf dem Ingelheimer Wochenmarkt vertreten, wo wir über unsere Arbeit informierten. Dabei konnten wir feststellen, dass unsere Arbeit von einigen Ingelheimern auch kritisch gesehen wird.

 

 

Wettbewerb: "Internationale Wochen gegen Rassismus"