FSJ-ler

 

Hallo, mein Name ist Joshua Böhm, ich bin 20 Jahre alt und bin einer von zwei neuen FSJ´lern hier am SMG für das Schuljahr 17/18.

Ich komme aus dem Weindorf Rauenthal, welches direkt über Eltville am Rhein liegt.

Dieses Jahr habe ich mein Abitur an der Rheingauschule in Geisenheim absolviert, da ich Wartesemester für mein Studium überbrücken muss, habe ich mich dazu entschieden ein FSJ zu starten.

Ich spiele Fußball bei der SG RaMa (Rauenthal/Martinsthal), höre gerne Musik, treffe mich mit Freunden und spiele hin und wieder auch gerne mal Videospiele.

Ich freue mich auf das Jahr hier am SMG und hoffe, dass ich viel aus dem Jahr mitnehmen kann.

 

Hallo, mein Name ist Jan Weitzel, ich bin 17 Jahre alt und der Andere der beiden FSJ’ler.

Ich habe dieses Jahr das Willigis in Mainz mit der Fachhochschulreife verlassen und mache ein FSJ, da ich denke, dass mir die Arbeit mit anderen Menschen Spaß macht.

In meiner Freizeit treffe ich mich oft mit Freunden, mache gerne Sport und höre viel Musik.

Ich freue mich sehr auf das kommende Jahr und hoffe, viele gute Erfahrungen zu sammeln.

 

Erfahrungsbericht des freiwilligen sozialen Jahres 2016/17

Von Viktoria Wolf und Felix Klüpfel

1800 Schüler, über 140 Lehrkräfte und eine Schule über drei Stockwerke verteilt. Dass unsere erste Schulwoche am SMG mit vielen Sackgassen, verschlossenen Türen und falschen Räumen anfing ist wohl kein Wunder.

Wie auch unseren Vorgängern damals, sagte man uns: „Ein Jahr FSJ, das geht hier an der Schule schnell rum“, ein Satz, der am Anfang des Schuljahres kaum vorstellbar war, im zweiten Halbjahr aber immer mehr an Bedeutung gewann.

In die Rolle eines FSJ’lers rein zu finden ist gar nicht so leicht. Frisch von der Schule, mitten in eine Position, in der wir nicht nur Autoritätsperson, sondern auch Vorbild, Ansprechpartner und vor allem Freund sind. Und plötzlich waren wir nicht nur von 70 GTS – Kindern umgeben, welche wir kennenlernen mussten, sondern wurden auch mit vielen neuen Kollegen konfrontiert. Diese Eingewöhnung ist uns zum Glück sowohl von den Kindern, als auch von den Kollegen sehr angenehm gestaltet worden. Bei den regelmäßig stattfindenden Gesamtkonferenzen durften wir teilnehmen und erfuhren viele Abläufe im Alltag einer Lehrkraft. Aber auch bei den wöchentlichen Teamsitzungen im GTS – Team mit Frau Gieseler hatten wir immer die Möglichkeit über Probleme zu sprechen, Anregungen zu geben oder uns allgemein auszutauschen. Für diese einzigartige und vor allem unglaublich herzliche Betreuung möchten wir uns sehr bedanken.

Ein Tag am Sebastian – Münster – Gymnasium startete eigentlich fast immer gleich. Ankommen, Anwesenheit bestätigen, Lehrerpost verteilen und danach in den Spielekeller, der gleichzeitig auch unser Büro ist, um eventuell Kinder zu betreuen, welche die erste Stunde frei haben. Mittags ab 12.05 Uhr begann die Mittagessenaufsicht, in der wir uns während des Essens intensiv mit den Kindern unterhalten konnten. Ein wichtiger Schritt, um sich gegenseitig kennenzulernen und eventuelle Probleme zu erfahren. Danach, während der Hofaufsicht, hatten wir die Möglichkeit, mit den Kindern zu toben und viel Zeit zu verbringen. In der anschließenden AG- Zeit beschäftigten wir uns mit den eigenen Projekten. Ob neu ausgedacht oder übernommen, alleine oder mit Hilfe eines SAMS - Schülers (Schüler arbeiten mit Schülern), wir durften kreativ werden und unsere eigenen Ideen umsetzen. In der sich dann anschließenden Lernzeit der 5. und 6. Klassen erlebten wir eine bunte Mischung aus kooperativem Unterricht oder reiner Hausaufgabenzeit , in der wir uns immer gut einbringen konnten und den Kindern bei den Aufgaben halfen.

Trotz dieser festen Struktur haben wir FSJ’ler am SMG jeden Tag die unterschiedlichsten Aufgaben zu erledigen. Den Vormittag hatten wir zu unserer freien Verfügung, sodass wir uns unsere anstehenden Arbeiten selbst einteilen konnten. Ob Hilfe beim Sortieren von Dokumenten im Sekretariat oder Besuch im normalen Unterricht, sogar bei der Vorbereitung der Abiturzeugnisse durften wir helfen. Eine spannende Aufgabe und sehr interessant mal hinter die Kulissen zu schauen. Auch bei der Inventarisierung der Schulbücher halfen wir mit. Eine anstrengende Aufgabe, die uns durch viele gute Gespräche und leckeren Ingwerbonbons versüßt wurde. Der Vormittag bot sich auch immer an, die eigenen Projekte zu bearbeiten und vorzubereiten. Diese variierten von kleineren Aufgaben, wie das einteilen der AG’s, bis hin zur Planung des „Kreativen Klassenzimmers“ oder eines durch das Kulturbüro Rheinland – Pfalz finanziell geförderten Projekts.

Die großen Freiheiten, die wir hier bekamen, boten uns die einzigartige Chance das eigenständige Arbeiten zu lernen oder zu perfektionieren. Mit der Unterstützung des GTS – Teams hatten wir die Möglichkeit viele verschiedene Ideen auszuprobieren und kreativ zu werden ohne Angst zu haben, dass am Ende etwas nicht funktioniert.

Das Jahr am Sebastian – Münster – Gymnasium war für uns eine aufregende Zeit, in der wir viel gelernt haben und viele nette Menschen kennenlernen durften. Wir haben Freundschaften geschlossen und werden die Arbeit mit einem so großartigen Team sehr vermissen.

Eure Viktoria, euer Felix